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Schlagwort: Auslandsaufenthalt

Wie weltwärts politische Einstellungen verändert

Kurzzusammenfassung für Eilige

  • „weltwärts“-Freiwillige haben vor der Ausreise im Vergleich zu ihrer deutschen Altersgruppe untypische politische Einstellungen: Sie vertrauen ihren Mitmenschen eher, sind toleranter gegenüber Minderheiten, politisch eher links, extrem demokratisch orientiert und extrem umweltbewusst, zudem postmaterialistischer und weniger stolz auf Deutschland.
  • Diese durchschnittlichen Einstellungen der Freiwilligen haben sich nach „weltwärts“ kaum verändert. Allerdings vertrauen sie ihren Mitmenschen noch mehr und rücken politisch geringfügig weiter nach links.
  • Die Einstellungen eines/einer Freiwilligen lassen sich am besten anhand seines/ihres politischen Interesses vorhersagen. Ist es groß, hat er/sie tendenziell mehr soziales Vertrauen, ist eher links, weniger patriotisch und eher postmaterialistisch.
  • Die Faktoren, die während „weltwärts“ wirken, zeigen geringen Einfluss (was aber auch dem Forschungsdesign geschuldet sein könnte). Allerdings lassen politische Diskussionen mit anderen Freiwilligen und ein heftiger Kulturschock Demokratie wichtiger werden. Gleichzeitig verringert ein Kulturschock das Vertrauen zu Mitmenschen.

Fazit meines Erasmus-Aufenthalts Teil 2: Warum ich mich auf zuhause freue

Selbst die schlimmste Reise hat immer etwas Gutes: Wir wissen danach, wie schön es zuhause ist. Nun war mein Erasmus-Semester in Istanbul alles andere als schlimm, sondern eine sehr gute Erfahrung. Trotzdem ist mir – wie schon in Malawi – einmal mehr klar geworden, was ich an der Heimat habe.

Ein völlig neues Erlebnis für mich war die Größe der Stadt. Aufgewachsen im mittelgroßen Mainz, nach dem Abi ein Jahr im großen aber dörflichen Lilongwe gelebt, studiert im etwas größeren Mannheim und letztes Jahr drei Monate im sehr beschaulichen Bühl am Rande des Schwarzwalds ein Schulpraktikum absolviert, das waren meine bisherigen Erfahrungen. Während Bühl mir defintiv zu klein war, ist Istanbul mir definitiv zu groß – und zwar mindestens